Natürlich sollte man den Kratzbaum wählen, welcher im Design so zusagt, dass er gerne im Wohnzimmer oder anderen stark von den Katzen frequentierten Räumen aufgestellt wird. Völlig falsch wäre es, einen Kratzbaum in irgend einer Kellerecke zu verstauen oder vielleicht in einem einsamen Bügelzimmer, denn somit hat die Katze nicht die Gelegenheit, ihrem Bedürfnis des Krallenschärfens jetzt und gleich nachzukommen. Sie müsste auf diese Art den Kratzbaum erst suchen, und wird sich dann wohl lieber der bequemen und sofort erreichbaren Alternative zuwenden. Die Hersteller von Tierzubehör haben den Wandel der Zeit natürlich und Gott sei Dank nicht verschlafen und so lassen sich auf Kratzbäume spezialisierte Hersteller immer wieder kreative Modelle einfallen, welche aus der Masse herausstechen.

Insbesondere konnten hierbei die amerikanischen Modelle, welche besonders massiv sind, überzeugen. Ihr Stamm besteht zum Großteil aus Naturholz und ist nur selten mit Sisal umwickelt. Zudem verfügt er häufig über Liegeschalen, welche hochflorig überzogen sind. Kratzbäume, welche beispielsweise mit Zweigen und Blättern dekoriert sind, die einem echten Ficus Benjaminis ähneln, sind ein wahrer Traum, auch für den Menschen.  Der vorausdenkende Katzenbesitzer wird sich, bevor er einen solchen, unbestritten super aussehenden Kratzbaum erwirbt, erkundigen, ob sich dieser später bei Bedarf auch reinigen und abstauben lässt. Auch im Bereich Kratzbaum, selbst wenn dieser Markt inzwischen die tollsten Designs und Varianten zur Verfügung stellt bis in höhere Preiskategorien, zählt jedoch, dass nicht alles automatisch empfehlenswert ist, was einen hohen Preis hat.

Ein etwas unmögliches Beispiel wäre hier ein Modell, welches der Hersteller beispielsweise mit Hirschgeweihen oder Kuhhörnern dekoriert. Abgesehen davon, dass dieses schon Geschmackssache ist, war nicht vertretbar, ein Teil aufzustellen, bei welchem die Geweihspitzen herausstehen. Man braucht nicht unbedingt ein Katzenfachmann zu sein, um sich vorab auszumalen, dass hierbei höchste Verletzungsgefahr für die Katze besteht. Sie kann beim wilden Herumtollen und Spielen schließlich abrutschen und könnte sich an diesem „Dekoteil“ letztlich grausamst aufspießen. Unter Kratzbäumen sind auch solche erhältlich, welche rundherum mit Teppichboden aus Velours mit einem Schaumstoffrücken überzogen sind.

Häufig sind diese gestaltet wie überdimensionale Pflanzen, ein Baum oder auch ein Haus. Anfänglich wirken diese Kratzbäume zwar äußerst attraktiv und dekorativ und sind in der Anschaffung auch entsprechend teuer, jedoch nicht sehr langlebig und sehen bereits nach kurzer Zeit schon recht mitgenommen aus. Zwar werden diese Teile auch nicht als spezieller Kratzbaum, sondern als dekoratives Ruhe- und Spielmöbel angeboten, aber in der Praxis ist es unvermeidbar, dass die Katze dennoch ihre Krallen daran wetzt und es dauert nicht lange, bis kleine und große Stücke des Teppichs heraus gekratzt sind. Dann landet das gute Stück im Kratzbaumnirvana und weder Mensch noch Katze hatten einen wirklichen Nutzen. Hochflorige Teppichbezüge mit einem Geweberücken sind auf alle Fälle dauerhafter. Verletzungsgefahr besteht bei preiswerter Schlingenware, denn die Katze kann mit den Krallen leicht hängen bleiben, wodurch schnell Verletzungen entstehen können.