Der moderne Klappstuhl kann platzsparend transportiert und aufbewahrt werden, da er am Sitz hochgeklappt wird. In der Antike bestand der Klappstuhl überwiegend aus Holz mit einem ledernen Sitz oder einem Sitz aus Stoffbezug. Im Gegensatz hierzu wurden Klappstühle im Mittelalter an den Seitenarmen wie ein X zusammen geklappt. Ein geübter Handwerker ist durchaus zum Nachbau eines solchen Klappstuhles im Stande. Anleitungen hierzu finden sich im Internet inclusive detaillierter Zeichnungen. Die Verwendung des Klappstuhls ist in der Hauptsache auf Traditionen zurück zu führen. Während Gartenklappstühle überwiegend auch heute noch aus Holz bestehen, ist der Einsatz von Kunststoff für die Herstellung von Klappstühlen auf dem Vormarsch.

Eine Campingausrüstung ohne Klappstühle ist mittlerweile undenkbar, und auch für Überraschungsgäste ist ein Klappstuhl jederzeit griffbereit und nach Gebrauch wieder platzsparend und dezent im Keller oder einem Abstellraum zu verstauen, um dort geduldig auf seinen nächsten Einsatz zu warten. Auch Angler wissen den Komfort eines Klappstuhles zu schätzen, denn warum sich, bis ein Fisch vielleicht erst nach Stunden die Kurve kriegt und anbeißt, die Beine in den Bauch stehen, wenn das Gute in Form eines Klappstuhles zum Greifen beziehungsweise Sitzen so nah ist? Die ersten Klappstühle verfügten noch nicht über Rücken- oder Seitenlehnen, diese ergänzten den Faltstuhl erst ab dem 15. – 16. Jahrhundert.

Tut-anch-Amun, um den sich noch heute viele Sagen und Geheimnisse ranken, gab jedoch eines dieser Geheimnisse preis, denn es ist überliefert, dass dieser wohl mitunter bekannteste ägyptischen Pharao ein besonders extravagantes und aufwändig verziertes Exemplar eines Faltstuhles beziehungsweise Klappstuhles sein Eigen nannte. Auf den Gedanken, dass bereits ein Pharao die Vorzüge eines Klappstuhles, allerdings in der edleren Variante, zu schätzen wusste, würden wohl viele nicht kommen. Der Schwedenstuhl stellt eine besondere  Variante des Klappstuhles dar. Dieses Modell ist mit Lehne und Sitzfläche ausgestattet, welche erst zusammen gesteckt werden müssen, bevor dieses Sitzmöbel benutzt werden kann.

Der Schwedenstuhl findet vor allem in Pfadfinderkreisen Anwendung. Der Regiestuhl ist die Art des Klappstuhls im Filmgeschäft. Sein zusammenklappbares Gestell besteht aus Holz oder Metall, während Rückenlehne und Sitzfläche aus Stoff bestehen. Ein wichtiges Detail eines Regiestuhles ist der Schriftzug „Regie“, da dieser ausschließlich dem Regisseur vorbehalten ist. Mittlerweile ist es modern, dass Regie-Klappstühle mit den Namen der Benutzer beschriftet werden, was ihnen auf diese Art eine besondere Note gibt. Auch Designer widmen sich inzwischen immer mehr dem Objekt Klappstuhl. So sind beispielsweise einige Exponate der Neue Sammlung München von dem Designer Egon Eiermann erschaffene Klappstühle. Manch einer wird es nicht glauben, aber es ist Tatsache, dass selbst einige Fußballvereine unter dem Vereinsnamen „Klappstuhl“ kicken, warum auch immer.