Der Hocker bezeichnet ein überwiegend zum Sitzen genutztes Möbelstück. Ursprünglich wurde der Hocker entworfen als Sitzbank und verfügt nicht über eine Lehne. Seine Geschichte reicht bis weit in das Mittelalter zurück, wo der Hocker wahrscheinlich das am meisten verbreitete Möbelstück zum Sitzen war. Der Stuhl bildete hierzu das Gegenstück. Bis ins 16. Jahrhundert war dieser lediglich betuchteren Personen vorbehalten. Früher war der Hocker einbeinig, heutzutage verfügt er meistens über drei oder auch vier Beine.

Als preiswertes Sitzmöbel ist der Hocker im allgemeinen sehr beliebt und so wird unterschieden zwischen den verschiedenen Arten hinsichtlich der Bauweise. Der Barhocker ist mit Abstand der beliebteste Hocker und wird überwiegend am Tresen aufgestellt, findet jedoch auch häufig Verwendung in Restaurants mit Stehtischen. Mittlerweile hat sich der Hocker auch in vielen Wohnungseinrichtungen etabliert.

Die Höhe eines Hockers beträgt in der Regel etwa einen Meter, wobei die Beine auf einem in einer Höhe von etwa 30 Zentimeter angebrachten Podestes abgestützt werden können. Inzwischen ist die Kombination des Hockers mit einem Tresen oder Tisch typisch, da anderenfalls der Sitzende den Halt verlieren könnte. Ein weiterer Vorteil des Hockers besteht darin, dass viel Platz eingespart werden kann, während ein Stuhl oder eine Bank wesentlich mehr Platz in Anspruch nehmen.

Zum Großteil wird ein Hocker aus Holz und, in einigen Varianten, auch aus Metall hergestellt. Seine meistens äußerst harte Sitzfläche ist mit Stoff überzogen. Die niedrigeren Varianten des Hockers verfügen in der Regel über drei, die höheren Varianten über vier Stuhlbeine, wobei vor allem die Stabilität maßgebend ist, da der auf dem Hocker Sitzende ohne diese Konstruktion ansonsten an Halt verlieren und im wahrsten Sinne des Wortes vom Hocker fallen könnte. Auch die Anfertigung auf Kundenwunsch ist möglich, und hierbei überwiegend die Farben Braun und Silber.